Worauf es bei den Depotgebühren wirklich ankommt sind die Transaktionskosten

Depotgebühren und Ordergebühren vergleichen

Filialbanken und Sparkassen halten nach wie vor an Depots fest, welche mit Depotführungsgebühren und vom Ordervolumen prozentual abhängigen Transaktionskosten versehen sind.

Diesen Gebührenmodellen stehen aber inzwischen die zahlreichen Angebote der Direktbanken gegenüber, welche mit kostenlosen Wertpapierdepots werben.

 

Eine genauere Betrachtung dieser Depotmodelle zeigt einerseits, dass diese durchaus günstiger sind, andererseits wird jedoch deutlich, dass auch Direktbanken Geld verdienen müssen. Das völlig kostenfreie Depot, das kostnix Depot existiert nicht.

 

Gebührenvergleiche ermöglichen eine Grobkalkulation

Depot- und Transaktionskosten beeinflussen selbstverständlich die Nettorendite eines Anlegers. Es ist daher durchaus empfehlenswert, die Kosten für die Wertpapierverwahrung und Kauf und Verkauf von Titeln einmal für das Depotkonto durchzurechnen. Eine klare Größe sind die Depotverwaltungsgebühren. Hier muss über die Aussage des Anbieters „kostenfreie Depotführung“ nicht weiter diskutiert werden. Diskussionsfähig wird es allerdings, wenn die Depotführung nur für einen bestimmten Zeitraum kostenlos ist. Hier lohnt sich ein Blick auf die Kosten nach Ablauf der Frist. Den wesentlich größeren Anteil an den Depotkosten haben die Provisionen. Hier zeichnet sich eine Wende von den rein prozentualen Gebühren hin zu einer Flatrate, respektive einer Mischkalkulation aus festem Kostenanteil und einer prozentualen Variablen ab.

 

Gebührenvergleich anhand einer Beispielrechnung

Als gängige Größe hat sich inzwischen die Kombination aus einem festen Anteil von 4,95 Euro und zusätzlichen 0,25 Prozent in Abhängigkeit vom Ordervolumen etabliert. Alternativ entfällt der fixe Anteil, jedoch wird unabhängig vom tatsächlichen Ordervolumen eine Mindestprovision fällig. Eine beliebte Musterbank in Deutschland, nennen wir sie Musterbank A, berechnet lediglich 0,25 Prozent auf das Ordervolumen, mindestens jedoch 9,90 Euro. In diesem Fall wird bei einer Order von unter 3.960 Euro auf jeden Fall die Mindestgebühr erhoben. In der Regel sind diese Gebühren jedoch auch nach oben hin maximiert. Musterbank B, ebenfalls ein real existierender Anbieter, verzichtet völlig auf eine prozentuale Komponente. Die Orderausführung an einer deutschen Börse schlägt mit 5,90 Euro zu Buche, unabhängig vom Ordervolumen. Interessanterweise ist die Kontoführung für Depot und Verrechnungskonto ebenfalls generell kostenfrei. Von Tricks kann man bei Musterbank B nicht wirklich sprechen.

 

Rentabilität hängt vom Handelsvolumen ab

Komplett kostenlose Depots gibt es nicht. Ein Verzicht auf die Kontoführungsgebühren bedingt nicht auch einen automatischen Verzicht auf die Transaktionskosten. Welche Bank für welchen Anbieter letztendlich die günstigste ist, richtet sich unter anderem in erster Linie nach der Häufigkeit der Trades und deren Volumen.

Nicht alle Anleger möchten jedoch in Einzeltitel investieren. Investmentfonds erscheinen vielen als die bessere Lösung. Hier machen sich deutliche Unterschiede zu den Banken vor Ort bemerkbar. Während diese überwiegen Fonds der hauseigenen Kapitalanlagegesellschaft mit vollem Ausgabeaufschlag anbieten, punkten die Direktbanken. Hier sind zahllose Fonds fast aller Gesellschaften, wenn nicht völlig ohne Agio, so doch mit stark reduzierten Aufschlägen erhältlich, ein Umstand, welcher die Rendite deutlich nach oben drückt. Fünf Prozent Kosten müssen erst einmal erwirtschaftet werden.

 

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