Welche Aktien werden im Entry Standard gehandelt?

Die Aktien im Entry Standard unterliegen weniger Anforderungen Der Entry Standard ist als zweite Stufe nach dem Open Market zu verstehen. Die Teilnahme am Freiverkehr ist Voraussetzung, dass ein Unternehmen an diesem, an der Frankfurter Börse gelisteten Marktsegment, teilnehmen kann. Es handelt sich dabei um ein privatrechtliches Segment gemäß Paragraf 48 Börsengesetz und fällt damit nicht unter den amtlichen Handel.

 

Definition & Zulassungsvoraussetzungen für den Entry Standard

  • Das Unternehmen muss mindestens seit zwei Jahren existieren.
  • Die Voraussetzungen an das Grundkapital entsprechen einer Höhe von mindestens 750.000 Euro.
  • Die Aktien müssen mit einem Mindestwert von einem Euro pro Stück ausgestattet sein.
  • Mindestens zehn Prozent des Aktienkapitals müssen sich in Streubesitz befinden.
  • Es besteht die Verpflichtung, einen öffentlichen Prospekt aufzulegen.
  • Der Einbeziehungsantrag in den Entry Standard setzt voraus, dass dieser gemeinsam von einem Teilnehmer der Frankfurter Wertpapierbörse gestellt wird. Die Voraussetzungen an diesen Teilnehmer lauten, dass es sich um ein Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsinstitut handeln muss, welches ein Grundkapital von 730.000 Euro vorweisen kann.
  • Die vorherige Teilnahme am Open Market bedingt, dass der Neuling bereits über eine ISIN (International Securities Identification Number)verfügt.
  • Die Kosten für die Zulassung belaufen sich auf 1.500 Euro, jährlich werden weitere 5.000 Euro Notierungsgebühr berechnet.

 

Die Verhaltensregeln zum Schutz der Anleger entsprechen nicht den Anforderungen der EU-Richtlinien, sind aber deutlich enger gefasst als im Freiverkehr.

 

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Die Zielgruppe für den Entry Standard

Bei der Zielgruppe handelt es sich um kleine und mittlere Unternehmen wie beispielsweise die Varengold Bank, die hier branchenübergreifend die Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung erhalten. Darüber hinaus gilt der Entry Standard als Loslösung nach einer Private Equity Finanzierung und richtet sich damit an professionelle Finanzinvestoren, die einerseits auch die Vorgaben zur Zulassungsvoraussetzung schaffen, andererseits im Hinblick auf die geringeren Transparenzanforderungen gegenüber dem amtlichen Handel ein Unternehmen leichter an die Börse begleiten können.

Im April 2014, neun Jahre nach Einführung des Entry Standards, waren 140 Unternehmen gelistet, davon 27 aus dem Bereich Technologie. Seit Einführung des Standards suchten insgesamt 165 Aktiengesellschaften den Weg in diese Form der Notierung, 80 davon kamen aus dem Ausland. Angeführt werden die unterschiedlichen Branchen von Teilnehmern aus dem Bereich Finanzdienstleistungen mit 38 Unternehmen, gefolgt von dem Bereich Industrie, auf Rang drei folgen Softwarehäuser.

 

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