Das Depotkonto – Vergleich der top Broker

Genauso wie über ein  Girokonto die täglichen Zahlungen und Daueraufträge abgerechnet werden, ist dafür beim Wertpapierhandel ein spezielles Konto erforderlich: Das Depotkonto. Erklärung: Der Begriff wird umgangssprachlich als Synonym für ein Wertpapierdepotkonto oder Verrechnungskonto verwendet. Es handelt sich um das Konto, über das die Transaktionen von Aktien, Anleihen, Investmentfonds und alle anderen Effekten von der Bank bzw. dem Broker abgerechnet werden.

Bankkunden, die in Wertpapiere investieren möchten, benötigen ein Depotkonto. In unserem Vergleich finden Sie die Top Anbieter. Dabei gilt allerdings, dass das Depot heute nur noch buchhalterischen Charakter hat. Tatsächlich werden alle Effekten entweder in der Girosammelverwahrung, also anonym, verwahrt, oder es existieren gar keine effektiven Stücke mehr.

 

Vergleich

Ordervolumen (nur Zahl z.B. 10000)
Euro
Anzahl Order / Jahr
Order
Anteil Order über Internet
Durchschnittl. Depotvolumen
Euro
DEGIRO
Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
2,26 €
Kosten pro Order
27,12 €
Kosten Gesamt
Consorsbank
Trader-Konto
0,00 €
Kosten Depot p.a.
3,95 €
Kosten pro Order
47,40 €
Kosten Gesamt
flatex
Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
5,90 €
Kosten pro Order
70,80 €
Kosten Gesamt
onvista bank
Festpreis-Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
7,00 €
Kosten pro Order
84,00 €
Kosten Gesamt
TARGOBANK
Klassik-Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
8,90 €
Kosten pro Order
106,80 €
Kosten Gesamt
1822direkt
Wertpapierdepot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
9,90 €
Kosten pro Order
118,80 €
Kosten Gesamt
NIBC Direct
Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
9,90 €
Kosten pro Order
118,80 €
Kosten Gesamt
Postbank
Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
9,95 €
Kosten pro Order
119,40 €
Kosten Gesamt
DKB
DKB-Broker
0,00 €
Kosten Depot p.a.
10,00 €
Kosten pro Order
120,00 €
Kosten Gesamt
DB Privat- und Firmenkundenbank
maxblue Depot
0,00 €
Kosten Depot p.a.
10,90 €
Kosten pro Order
130,80 €
Kosten Gesamt
* Kosten pro Jahr. Bei Wertpapiertransaktionen können zusätzlich zu den Bankgebühren fremde Spesen anfallen. Alle Angaben ohne Gewähr, © financeAds.net

 

Depotkonten können grundsätzlich als Einzeldepotkonto oder als Gemeinschaftsdepotkonto eröffnet werden. Aufgrund der komplexen Besteuerung bei Gemeinschaftskonten sollte die Auswahl vorab gut überlegt werden.

 

Eröffnen

Wer ein Depotkonto eröffnen möchte, kann dies entweder bei der Filiale einer Bank (wie z. B. bei der Deutschen Bank oder Commerzbank) oder bei einer Direktbank tun. Onlinebanken bieten fast immer günstigere Konditionen als Filialbanken. Dies betrifft nicht nur die Gebühren für die Kontoführung sondern und dieser Punkt ist viel wichtiger, auch die Trading-Gebühren (Tipps zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite günstig traden.

Voraussetzung für eine Depotkonto Eröffnung ist üblicherweise die Volljährigkeit und ein Wohnsitz in Deutschland. Einige Banken bieten auch Kindern bzw. Minderjährigen ein Depot an, diese Banken finden Sie auf unserem Ratgeber Depot für Kinder.

Die vom Geldwäschegesetz geforderte Legitimationsprüfung zur Identitätsfeststellung kann entweder über das Postident-Verfahren oder online über das Video-Ident-Verfahren erfolgen. Video-Ident wird beispielsweise von der Comdirect, der ING DiBa und der Consorsbank angeboten.

Tipp: Interessenten, die bereits bei einer anderen Bank ein Depot unterhalten können oft durch einen Depotwechsel zur neuen Bank eine besonders attraktive Prämie erhalten.

Die Kontoeröffnung kann bei den Onlinebanken direkt auf der Webseite durch Ausfüllen des Depotantrags erfolgen. Die Abbildung 1 zeigt das Formular für den Depotantrag bei der ING DiBa.

ING DiBa

Bei der ING DiBa kann der Depotkonto Antrag online ausgefüllt und direkt abgesendet werden

Abb. 1: Depotkonto Eröffnung bei der ING DiBa. Quelle: ing-diba.de

 

Sparkasse

Bei der Sparkasse hat der Kunde die Wahl zwischen einem Depotkonto bei einer Filiale vor Ort, oder bei dem Onlineanbieter S-Broker (Abbildung 2).

Ein Depotkonto bei einer Sparkassen Filiale eröffnen

Abb. 2: Eröffnung bei der Sparkasse. Quelle: sparkasse.de

 

Bei der Filiale vor Ort kann der Kunde beispielsweise das kostenpflichtige DekaBank Depot eröffnen. Der S-Broker ist sowohl von der Kontoführungsgebühr, als auch bei den Gebühren für Transaktionen preiswerter.

Commerzbank

Bei der Commerzbank entfällt die Gebühr für die Depotkonto Führung, wenn pro Quartal mindestens eine Order online erfolgt (Kontoantrag siehe Abbildung 3).

Der Antrag für ein Depotkonto bei der Commerzbank

Abb. 3: Eröffnung bei der Commerzbank. Quelle: commerzbank.de

 

Kündigung – Depotkono auflösen

Ein Depotkonto muß schriftlich und üblicherweise auch postalisch gekündigt werden. Bei der Kündigung macht es einen Unterschied, ob das Depot noch Wertpapiere enthält, oder ob es ohne Bestand ist. Wenn Sie eine Depotkonto auflösen, das noch Bestände enthält und Sie bei einer anderen Bank über ein Wertpapierdepot verfügen, können Sie die Wertpapiere dorthin übertragen lassen. Verfügen Sie über keine weiteres Depot und wollen auch keines wieder eröffnen, müssen Sie die Wertpapiere vor der Kontoauflösung verkaufen. Die Bank kann kein Depot mit Bestand auflösen.

Muster Depotkonto Kündigung ohne Bestand

(Ihre Anschrift)

Vorname Name
Strasse
Postleitzahl, Ort

 

(Anschrift der Bank)

Bankname
Strasse/Postfach
Postleitzahl, Ort

 

Datum Tag, Monat, Jahr

 

Kündigung Depot
Depotnummer:

Sehr geehrte Damen und Herren

Hiermit kündige ich mein Depot zum Tag, Monat, Jahr. Bitte überweisen Sie ein eventuelles Restguthaben auf mein Konto IBAN: xxxxxxxxxxxxxxxxx, BIC: xxxxxxxxxxx, bei der Bankname.

Meinen Freistellungsauftrag kündige ich hiermit ebenfalls und bitte um Löschung.
Bitte bestätigen Sie mir die Kündigung.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Unterschrift

(Achtung, bei einem Gemeinschaftsdepot müssen beide Depotinhaber die Kündigung unterschreiben)

 

 

Verschiedene Depotarten für verschiedene Verwendungszwecke

Depotkonto - Begriffserklärung: Was ist ein Depotkonto

Depotkonten werden nach vier Klassifizierungen unterschieden. Zunächst einmal unterhält jede Bank eigene Depots. Diese werden entsprechend der Verwendung auch als Eigendepot bezeichnet. Depots, die für Kunden geführt werden, bewahren Wertpapiere auf, die sich im Besitz der Kunden befinden. Diese Depots werden in Fremddepots, Ander- oder Treuhanddepots untergliedert. Im Pfanddepot verwahrt die Bank Wertpapiere von Kunden, die im Rahmen eines Wertpapierkredites verpfändet wurden. Der Bestand haftet in voller Höhe und solidarisch für den Rückkredit an die Verwahrstelle. In der vierten Kategorie, dem Sonderpfanddepot, werden nur die Effekten verwahrt, die beschränkt abgetreten wurden. Hierbei handelt es sich um die Wertpapiere eines einzelnen Kunden, der einen Wertpapierkredit aufgenommen hat. Bei einem Pfanddepot handelt es sich folglich um ein Wertpapierkreditkonto, das als Referenzkonto zum Depot betrachtet wird.

 

Die Verwahrarten

Eine effektive Auslieferung von Wertpapieren ist nur noch in den seltensten Fällen üblich. Allgemein üblich ist heute die Girosammelverwahrung bei Clearstream. Dort werden zentral die Papiere buchhalterisch gelagert, sofern überhaupt noch effektive Urkunden ausgeliefert werden. Zugewiesen werden sie den Banken, und über diese wiederum den eigentlichen Eigentümern. Im Rahmen der Girosammelverwahrung erhalten die Eigentümer häufig auch nur noch ein Miteigentumsrecht an einer Globalurkunde, die sämtliche Miteigentumsanteile auf sich vereinigt. Wertrechte repräsentieren die Verwahrart, die gänzlich auf Urkunden, auch auf eine Globalurkunde verzichtet. Ansprüche aus Wertpapieren können im Grunde nur durch Vorlage der Urkunde geltend gemacht werden. Nun ist es dem Aktionär eines Unternehmens aber nicht abzuverlangen, dass er bei einer Hauptversammlung die von ihm gehaltenen Aktienanteile vorweist. Dies geschieht durch die Vorlage einer Hinterlegungsbescheinigung, die auch sicherstellt, dass die Aktien für die Dauer der Hauptversammlung gesperrt sind. In der Girosammelverwahrung ist aber auch die Verwahrung einzelner Stücke möglich. Diese werden jedoch nicht einem bestimmten Eigentümer zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt im Rahmen einer anteilsmäßigen Buchführung.

 

Referenzkonten für die Geldseite

Grundsätzlich gilt, dass ein Depot keine Bargeldbestände enthält. Für sämtliche Zahlungen in Zusammenhang mit dem Wertpapierdepot, seien es Wertpapierkauf- oder Verkaufaufträge oder die Einziehung der jährlichen Depotverwaltungsgebühr, benötigen Bankkunden ein Referenzkonto oder Verrechnungskonto, wie es beispielsweise auch von vielen Online-Broker direkt zusammen mit dem Depot kostenlos angeboten wird. Einen Überblick über Broker, bei denen Trader günstig Aktien online kaufen können gibt beispielsweise unser Depot Vergleich.

Das Referenzkonto kann ein Girokonto sein, ein Tagesgeldkonto ist dazu nicht geeignet. Ausnahmsweise sind für diese Transaktionen auch Sparbücher als Verrechnungskonten zugelassen. Etwas anders verhält es sich bei einem Depot bei einer Kapitalanlagegesellschaft. Diese verkauft Investmentfondsanteile zur Begleichung der jährlich anfallenden Gebühren. Im Gegensatz zu den Gebühren für die Führung eines Depots dürfen Banken für den Übertrag der Wertpapiere von einer Bank zu einer Bank zur anderen keine Gebühren verlangen, so der Bundesgerichtshof. Die Berechnung von Kosten für die Depotverwaltung wird jedoch von immer mehr Banken zugunsten einer kostenlosen Depotführung ersetzt. Diese schließt auch die mindestens einmal jährlich, gesetzlich vorgeschriebene, zu erstellende Depotübersicht mit ein.

 

Handelstag nicht Tag der Wertstellung

Bei der Gutschrift oder Belastungen von Wertpapieren im Depot und der Belastung des Referenzkontos gibt es eine kleine Besonderheit. Während der Zahlungsvorgang am ersten Börsentag nach der Ausführung des Wertpapierauftrages erfolgt, wird die Wertstellung erst zwei Werktage nach dem Umsatz gutgeschrieben, beziehungsweise belastet. Die gleiche Besonderheit gilt bei bei vielen Kreditinstituten auch bei Fremdwährungskonten. Die Belastung erfolgt mit dem Tag, an dem der Auftrag ausgeführt wurde, gleich, ob Kauf oder Verkauf der Devisen. Die Gutschrift erfolgt jedoch auf dem jeweiligen Konto erst am zweiten Tag nach Auftragseingang. Für diese Praktiken der verzögerten Gutschriften gerieten Banken, auch bei der Ausführung von ganz normalen Zahlungsaufträgen, immer wieder in die Kritik.

 

Weiterführende Informationen

Comdirect Depot

Consorsbank Depot

Dividende

1822direkt Depot

was beeinflusst die Aktienkurse

Linkverweise

D. Moosmann – Depotkonto das Handbuch

S-Broker – Fragen und Antworten

St. Galler Kantonalbank – das optimale und kostengünstige Abwicklungskonto für Ihre Wertschriftentransaktionen