Das Depot für Firmen, Unternehmen und Selbstständige

Wertpapierdepot für Firmen, Unternehmen und SelbstständigeEin Geschäftsdepot mag nicht für jedes Unternehmen infrage kommen. Die Bildung von Rücklagen erfolgt klassisch in den meisten Fällen über Tagesgeldkonten. Wertpapiere, nicht nur Aktien, auch Anleihen, bergen das Risiko von Kursschwankungen. Es gibt aber durchaus Gründe, weshalb Unternehmen Business-Depots anlegen.

 

Zum einen werden diese benötigt, wenn Unternehmensbeteiligungen im Rahmen von Aktienzukäufen durchgeführt werden, zum anderen, wenn an andere Unternehmen oder Unternehmenstöchter Fremdkapital im Rahmen von Anleihekäufen begeben wird.

 

Die steuerliche Betrachtung eines Unternehmens-Depots

Kapitaleinkünfte aus werden den Umsatzerlösen der Unternehmen gleichgestellt und fließen in voller Höhe in die Gewinn- und Verlustrechnung mit ein. Grundsätzlich gilt in Bezug von Wertpapierdepots das gleiche für Firmen wie für private Anleger. Alle Formen von Kapitalerträgen, gleich ob Dividenden, Kursgewinne oder Zinszahlungen, werden bei Ausschüttung mit einer Steuer in Höhe von 25 Prozent belegt (Kapitalertragsteuer, Abgeltungssteuer). Während für einen privaten Anleger die Steuerschuld damit abgegolten ist, handelt es sich bei einer Firma nur um eine Steuervorauszahlung. Im Gegensatz zu einem Depot für eine Privatperson kann für ein Firmendepot allerdings kein Freistellungsauftrag gestellt werden.

 

Depot Vergleich

 

 

Die Besteuerung eines Unternehmens-Depots in der Kapitalgesellschaft

Erhält eine Kapitalgesellschaft Dividendenzahlungen auf Aktien im Firmendepot, werden lediglich fünf Prozent der Dividendenzahlung als steuerpflichtige Einnahme betrachtet, sofern das Unternehmen mindestens zehn Prozent der Aktien der ausschüttenden AG hält. Andernfalls ist der gesamte Ertrag steuerpflichtig. Auf den Gewinn der GmbH fallen 15 Prozent Körperschaftssteuer, an, ebenfalls zuzüglich Solidaritätszuschlag. Über die Körperschaftssteuer hinaus muss das Unternehmen auch noch Gewerbesteuer entrichten, die von Kommune zu Kommune variiert. Die Gewerbesteuer entfällt, wenn die Beteiligung mindestens 15 Prozent an dem ausschüttenden Unternehmen beträgt.

 

Das Firmendepot beim Einzelunternehmer

Eröffnet ein Einzelunternehmer ein Wertpapierdepot und grenzt dieses nicht eindeutig vom Firmenvermögen ab, läuft er bei hoher Steuerprogression Gefahr, dass seine Wertpapiererträge massiv geschmälert werden. Realisierte Kursgewinne, Zinsen und Dividenden werden bei Auszahlung nach dem Teileinkünfteverfahren besteuert. Dies besagt, dass 40 Prozent der Erträge steuerfrei bleiben, 60 Prozent jedoch in vollem Umfang mit dem persönlichen Steuersatz belegt werden.

 

IHK Beitrag erhöht sich

Im Gegensatz zu einem Privatdepot fallen aber noch weitere Steuern an. Die Gewinne werden im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung den eigentlichen Umsatzerlösen der Firma gleichgestellt. Damit werden sie Bestandteil des zu versteuernden Einkommens aus dem Firmengewinn. Ist der Unternehmer gewerbesteuerpflichtig, fließen die Wertpapiererträge ebenfalls in die Berechnung der Gewerbesteuer mit ein. Handelt es sich nicht um einen Freiberufler, der Mitglied der Industrie- und Handelskammer ist, werden die Kapitaleinkünfte ebenfalls Bestandteil der Berechnung für den Beitrag zur IHK (IHK Mitgliedsbeitrag Beispiel). Zu guter Letzt erhöhen sie möglicherweise noch die Berechnungsgrundlage für den Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse. Einzelunternehmer sind daher bestens beraten, alle Kapitalanlagen, auch Tagesgeldkonten, die nicht zum Firmenvermögen gehören, streng davon zu trennen. Die Finanzbehörden unterstellen in der Regel die schlechtere Ausgangslage für den Steuerzahler.

 

 

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