Außerbörslicher Handel und Livetrading

Außerbörslicher Handel ÜberblickDer Begriff: Außerbörslicher Handel erfreut sich bei zahlreichen Anlegern immer größerer Beliebtheit. Andere Bezeichnungen lauten Freiverkehrshandel oder OTC-Handel (over the counter). Onlinebroker bieten ihren Kunden die Möglichkeit, direkt mit dem Emittenten eines Wertpapiers zu handeln. Der Vorteil liegt hier beispielsweise in der Einsparung der Börsengebühren. Gehandelt werden in diesem Fall vorzugsweise Derivate, aber nicht ausschließlich.

Durch den direkten Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer bietet diese Handelsvariante dem börslichen Handel gegenüber den Vorteil der schnelleren Abwicklung. Der außerbörsliche Handel wird auch genutzt, um nicht zum ordentlichen Börsenhandel zugelassene Aktien zu traden. Der außerbörsliche Handel findet allerdings nicht in einer Grauzone statt. In den letzten Jahren etablierten sich spezielle Handelsplattformen, beispielsweise Tradegate, um dieses Marktsegment abzudecken. Der außerbörsliche Handel kann in deutlich ausgedehnteren Zeiträumen ausgeübt werden. Die Handelszeiten liegen zwischen 8 Uhr morgens und reichen bis 22 Uhr abends. Der ausserbörsliche Handel setzt ein online Depotkonto bei einem Broker voraus, um am Handel teilnehmen zu können.

Die Nachteile bei dieser Handelsform liegen unter anderem in der mangelnden Transparenz. Es bestehen weder Referenzmärkte noch Orderbücher. Da die Orders nicht in den Markt eingeleitet werden, besteht auch das Risiko, dass nicht genügend Liquidität für eine Order vorhanden ist. Privaten Anlegern fehlt die Möglichkeit, eine Limitorder abzugeben.

 

Pfeil rot  kostenloses Wertpapierdepot im Vergleich

 

 

Livetrading als Ergänzung

Der außerbörsliche Handel wird von einigen Brokern noch um das Livetrading erweitert. Hier findet der Handel in Echtzeit statt, die Kurse werden direkt zugesagt. Zur Verfügung stehen Aktien, Optionsscheine, im Grund alle handelbaren Wertpapiere. Viele Broker ermöglichen das Livetrading auch an Wochenenden. Das Live- oder Daytrading birgt auf den ersten Blick die gleichen Risiken wie jeder andere Zeithorizont auch. Allerdings verändern sich die Kurse im Laufe eines Tages nicht so wesentlich wie über mehrere Wochen hinweg. Bei dieser Handelsart werden Positionen am selben Tag eröffnet und wieder geschlossen.

Um nennenswerte Gewinne zu erwirtschaften, müssen entsprechend große Volumina gehandelt werden. In diesem Fall ist für viele Anleger ein kreditfinanziertes Traden oder der Einsatz von Hebeln im Rahmen von Differenzkontraktgeschäften notwendig. Und diese beiden Ansätze bergen für den Fall, dass der Trade aus dem Geld läuft, erhebliche Risiken. Selbst mit einer Stop-Loss-Funktion ist nicht sichergestellt, dass bei einem Verlust nicht noch eine Nachschusspflicht besteht. Die Stop-Loss-Funktion orientiert sich nicht an einem einzelnen Trade, sondern summiert alle eingesetzten Gelder.

 

Livetrading Beispiel

Dazu ein Beispiel: Ein Trader hat für 100.000 Euro Trades offen, der Stop-Loss wurde mit 80 Prozent, also 20.000 Euro definiert. Ein Trade mit einem Einsatz von 3.000 Euro läuft mit 5.000 Euro aus dem Geld. Stop-Loss greift nicht, da die 5.000 Euro noch innerhalb der Grenze von 20.000 Euro liegen. Neben dem Einsatz von 3.000 Euro muss der Trader noch 2.000 Euro nachschießen.

 

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