Vorteile und Besteuerung von ausschüttenden Fonds

Vorteile und Besteuerung von ausschüttenden FondsAusschüttende Fonds finden sich in allen Sparten, seien es reine Aktienfonds, gemischte Fonds oder Anteile mit festverzinslichen Papieren oder im Geldmarktbereich angesiedelte Fonds. Unter dem Aspekt der Geldanlage behandeln ausschüttende Fonds die Erträge, welche an die Anleger ausgeschüttet werden, wie ganz normale Zins- oder Dividendenerträge. Entsprechend fällt die Steuer an.

Alle Gewinne einer Abrechnungsperiode fließen in die um die Verwaltungskosten bereinigte Ausschüttung ein. Der Betrag wird einem Verrechnungskonto des Anlegers gutgeschrieben.

 

Verschiedene Zielsetzungen zwischen Ausschüttung und Thesaurierung

Welche Vorteile bieten ausschüttenden Fonds dem Anleger? Aktienfonds werden häufig als Geldanlage gehalten, um eine langfristige Wertsteigerung aus Kursgewinnen und thesaurierten Dividendenzahlungen zu erzielen. Anleger, die in Rentenfonds und Geldmarktfonds investieren, sehen dagegen die regelmäßige Ausschüttung als primäres Ziel ihres Investments. Gerade in Zeiten niedriger Inlandszinsen können Investments im Ausland lohnender sein.

Die Frage für eine Vielzahl von Anlegern ist jedoch, welche ausländischen Emittenten für eine Anlage infrage kommen. Hier sind ausschüttende Fonds mit regionalem Schwerpunkt sicherlich eine interessante Alternative. Das Zinsniveau ist nicht überall so niedrig wie in Deutschland, die Ausfallrisiken im Ausland regional bedingt jedoch deutlich höher. Oft kommen Währungsrisiken hinzu und Der Vorteil für den Sparer liegt darin, dass sich Fondsmanager mit speziellem Wissen um die Eigenheiten der jeweiligen Region um die Selektion der einzelnen Rentenpapiere kümmern und auf diese Art Investmentmöglichkeiten erschließen, welche dem durchschnittlichen Anleger unbekannt geblieben wären.

 

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Unterschiedliche Auswahlkriterien

Je nach Fonds kann es sich bei der Ausschüttung um Zinsen (Rentenfonds), Dividenden (Aktienfonds), beides und um Veräußerungsgewinne handeln, wenn eine Wertpapierposition innerhalb des Fonds verkauft wurde. Anleger, die auf eine regelmäßig gleich hohe Ausschüttung Wert legen, messen einen Fonds anhand anderer Kriterien, als ein Anleger, der auf Kursgewinne spekuliert. Natürlich spielen im zweiten Fall die Kosten auch eine Rolle, im ersten Fall sind sie jedoch deutlich gravierender. Während eine überdurchschnittliche Kursentwicklung 0,5 Prozent mehr oder weniger an Managementgebühr leicht kompensiert, schlägt sie bei einer Brutto Rendite in der Ausschüttung von vier Prozent deutlicher zu Buche.

 

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Viele Fonds werden sowohl in einer Variante mit Ausschüttung als auch in einer thesaurierenden Variante angeboten (steuerlich ist wichtig zu unterscheiden zwischen inländischen thesaurierenden Fonds und ausländischen thesaurierenden Fonds). Ausschüttende Fonds sind für Sparpläne nur bedingt geeignet. Entscheidet sich ein Anleger nachträglich, die Gewinne doch wieder anzulegen, fällt unter Umständen wieder der Ausgabeaufschlag an, ein Sachverhalt, welcher die langfristige Rendite nachhaltig schmälert.

 

Die Besteuerung ausschüttender Fonds

Da die verwahrenden Institute, Fondsgesellschaften oder Banken, die Abgeltungssteuer direkt vor Auszahlung der Erträge an die Finanzbehörden abführen müssen, erfolgt die Ausschüttung bereinigt um 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer.

 

Steuer für ausschüttende Fonds im Betriebsvermögen

Stellen die Fondsanteile einen Teil des Betriebsvermögens eines Unternehmens dar, ist der Sachverhalt ein anderer. Bei Selbstständigen fließen die Erträge in die Gewinn- und Verlustrechnung mit ein. Anschließend werden sie mit der persönlichen Einkommenssteuer und gegebenenfalls mit Gewerbesteuer belegt, sofern es sich um einen Gewerbetreibenden handelt. Bei Kapitalgesellschaften fällt entsprechend Körperschaftssteuer an. Der Grund, Betriebsvermögen in Fondsanteile anzulegen, kann aus der schwachen Verzinsung bei Tagesgeldern resultieren, wenn beispielsweise Rücklagen gebildet werden sollen. In diesem Fall ist ein Geldmarktfonds häufig sinnvoller als eine Anlage in ein Termingeld, gerade wenn die Fälligkeiten offener Positionen noch nicht feststehen.

 

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