Die kurzfristige Renditebetrachtung bei Tagesgeld ist ein Denkfehler

Die Rendite von Tagesgeld sollte langfristig betrachtet werdenIn jedem Anlegermagazin ist nachzulesen, dass Aktien, wenn Sie nur lange genug gehalten werden eine positive Rendite erwirtschaften. Bei Tagesgeld wird dagegen nur auf den aktuellen Zinssatz geschaut. Ein Denkfehler wie die längerfristige Renditeentwicklung zeigt.

 

Stimmt, momentan sind die Tagesgeld Zinsen relativ niedrig. Allerdings gab es noch Anfang 2012 rund 2,0% bei dem besten Tagesgeld Anbieter. Und in 2008 waren es sogar über 5,0%.

Die Redaktion hält daher die kurzfristige Rendite Betrachtung von Tagesgeld für einen Denkfehler. Mit einem längeren Betrachtungshorizont konnte mit diesem konservativen und täglich verfügbaren Investment in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls eine gute Rendite erwirtschaftet werden.

 

Aktien bringen mit längerer Haltedauer eine höhere Rendite

Als gängige Lehrmeinung gilt, dass Aktien wenn sie über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren, besser 20 Jahre oder länger gehalten werden eine jährliche Rendite von über 5% erzielen. Dieser Zusammenhang verdeutlicht eine Übersicht der Fondsgesellschaft Fidelity, die in Abbildung 1 dargestellt ist.

 

Die Rendite von Aktien nimmt mit der Dauer des Investments zu

Abb. 1: Rendite von Aktieninvestments in Abhängigkeit von der Haltezeit. Quelle: Fidelity, Datastream

 

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Dabei sind aber auch Jahre mit (herben) Verlusten möglich. In den Jahren nach dem Platzen der Blase am neuen Markt, 2001 ging es auch mit dem DAX bis 2003 zweistellig abwärts. Auch in 2008 war die Rendite nahezu aller Aktien deutlich negativ.

 

Auch Tagesgeld liefert langfristig eine gute Rendite

Bei Tagesgeld wird, besonders in der aktuellen Niedrigzinsphase, die geringe Rendite herausgestellt, die nach Abzug der Inflationsrate bei einigen Bank Angeboten sogar zu einer Kapitalminderung führen kann. Dabei konnten Sparer, die kontinuierlich auf ein Tagesgeldkonto aus dem top 10 Feld der besten Angebote gesetzt haben seit 2000 jährlich rund 2,8% Rendite erzielen. Und das ohne Kursrisiko, für den Anleger eine entspannte Geldanlage. Die sich als Baustein eines finanziellen Gesamtanlagekonzeptes durchaus eignet. 2014 ist dabei sehr wahrscheinlich das Jahr mit der geringsten Rendite, die mit einem Tagesgeldengagement zu erzielen ist. Da 2015 die Zinsen voraussichtlich zunächst in England und Amerika von den Notenbanken angehoben werden, wird die EZB spätestens 2016 ebenfalls mit einer Anhebung der Leitzinsen beginnen und die Tagesgeldzinsen wieder steigen.

 

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