Entwicklung der Geldvermögen privater Haushalte 2011-2012

Nettogeldvermögensbildung der Privathaushalte weitgehen durch Zinseinnahmen von Tagesgeld

Geldvermögen Privathaushalte nimmt zu

Klarer Trend hin zu Tagesgeld

Der Zuwachs im Geldvermögen der privaten Haushalte aus Bankeinlagen resultiert wesentlich aus den Zinseinnahmen aus Sichteinlagen. Unter Sichteinlagen sind täglich, verfügbare, „sichtbare“ Einlagen, besser als Tagesgeld bekannt, zu verstehen.

Die Bundesbank gibt in ihrer Pressemitteilung vom 28.01.2013 an, dass die Nettogeldvermögensbildung aus Bankeinlagen im 3. Quartal 2013 ausschließlich über Tagesgeld erfolgte. Und das trotz der Phase der Niedrigzinsen. Anleger nutzen hier offensichtlich besonders attraktive Tagesgeld Angebote.

 

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Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung für die Geldanlageklassen

  •  Bargeld und Sichteinlagen
  •  Spareinlagen
  •  Aktien

 

In der letzten Spalte ist die Gesamtsumme an Geldvermögen (berücksichtigt wurden hier weitere Anlagen wie Ansprüche gegenüber Versicherungen, Investmentzertifikate, Finanzderivate etc.).

 

Entwicklung der Geldvermögen privater Haushalte von 2. Quartal 2011 – 3. Quartal 2012.
Angaben in Milliarden Euro

Jahr Bargeld u. Sichteinlagen Spareinlagen Aktien Geldvermögen Summe
2. Q 2011 923,6 613,2 260,1 4706,2
3. Q 2011 932,2 611,5 206,3 4639,3
4. Q 2011 953,3 608,2 221,5 4706,7
1. Q 2012 966,1 613,6 252,4 4798,2
2. Q 2012 992,7 611,7 229,9 4807,3
3. Q 2012 1020,9 611,0 250,0 4871,4

 

 

Aus den Daten wird deutlich, dass bei den Posten Bargeld und Tagesgeld vom 2. Quartal 2011 bis zum 3. Quartal 2012 eine deutliche Zunahme zu verzeichnen war. Die Zunahme beläuft sich auf 97, 3 Mrd. Euro, was 10,5% entspricht.

Dagegen nahmen die Spareinlagen (gemeint sind Einlagen auf Sparkonten und auf Festgeldkonten) um 0,36%, von 613,2 Mrd. Euro auf 611, 0 Mrd. Euro, leicht ab.

Auch bei den Aktien im Privatbesitz war ein leichter Rückgang in dem Vermögenswerten festzustellen. Waren es im 2. Quartal 2011 noch 260,1 Mrd. Euro, so lag der Wert im 3. Quartal 2013 bei nur noch 250,0 Mrd. Euro. Dies entsprich eine Abnahme um 3,9% oder 10,1 Mrd. Euro.

Das Gesamtvermögen der Privathaushalte nahm über dem Untersuchungszeitraum weiterhin leicht von 4.706,2 Mrd. Euro auf 4871,40 Mrd. Euro. Eine Steigerung um 3,5% oder 165,2 Mrd. Euro